Marianne Mein Traum hatte inhaltlich immer wieder und zudem, einen lyrischen Grundsatz: Ich wollte so gerne meinem Weibe die deutsche Sprache fehlerfrei antragen, um sie ihr – zu eigen zu machen. Sie selbst spricht unsere Sprache mit einem für meine Ohren wirklich lieblichen Akzent, jedoch total entgegen den Regeln der Grammatik wie der von daher gegebenen Schönheit unserer Ausdrucksmöglichkeit.

Es wird dem Leser immer wieder auffallen, daß ich dem Traumgirl zuliebe, an manchem Ort dieser Elegie, ihren leicht niederländisch gefärbten Sprachstil führe. Ich hoffe sehr darauf, daß dieser Versuch der deutschen Eitelkeit Schaden gibt, zumal da – wo kriminelle Erbärmlichkeit im Deutschen, diese Sprache schändet.

Wo Intoleranz und Neid wie elender Hochmut dem gutmütigen deutschen Wesen mehr nehmen, als zu geben sie im Stande sind.

An die geliebte Frau: „Ich habe seit langem einen – Traum!“ER sagt's ganz leise und so als

spräche ER zu sich selber nur –

und, ER denkt daran – man glaubt es kaum, ER zieht Vergleiche zu

anderen Frau'n –!

Sein Leben mit der „Einen“ – die

stets auf ihren Beinen ganz fest am

Boden stand – von der ER innig glaubte,

daß Liebe uns verband!“

So dachte ER die meisten Jahre,

von Anbeginn – bis hin zur Bahre!

Mehr Liebe war nicht möglich, es lag

am Liebespfand, drei Buben ihm

geboren, der Schmerz – er machte weit,

ER – hat sein Herz verloren,

an sie – für alle Zeit,

und 'sie' nur auserkoren –

für alle Ewigkeit.

Mehr Liebe war nicht möglich, es lag

am Liebespfand, mehr Liebe ging

nicht rein. Sein Herz, die Hand, gar

stark und mächtig – letztendlich doch zu klein!?

Ich habe seit langem einen Traum!denkt ER in Wiederholung und ihm

ist ernst wie immer – wenn seinem

geist'gen Auge ER vorhält arge Trümmer. Die Trümmer – seiner Ehe,

mit ihr – und das, obwohl ER sie

doch liebt, schon mehr – als seine

Arbeit, nicht mehr als 'die' ihm

gibt!

Sie ist ein feines Wesen, von artigem

Geblüt und kann ihn gar verzaubern

wenngleich sie es nie riet.

Weiß sie denn, daß ER zaudert?

Daß ER geschlagen ist!?

Und, hört sie seine Stimme,

wenn neu – die Fahne ER hißt!?

Die Fahne der Gedanken, der Kraft zu

jedem Gefecht!

ER muß sie wohl verlassen – obwohl die Liebe echt.

Und kann ER's nicht, dann geht ER

auch zu Grunde – weil, viel zu tief

ist seine Trümmerwunde!

TRÜMMERWUNDE!!

TRÜMMERWUNDE!!

TRÜMMERWUNDE! ! !

JA – IHR SCHLIMMEN HUNDE!! ! !

ER hat seit langem einen Traum
 und seine Art 
die Augen werden klein und

schmal – und, sie verziehen sich zu Schlitzen!

ER kann ihn nicht vergessen, den

alten ed'len Traum, den Tagtraum –

seiner Qual. Sein Leben war das

ihre, ER durfte ihr vertrau'n. Und

sie – sie wußte es nicht, und weiß es

nicht einmal! Und weiß sie es doch?

-Dann will sie es nicht merken,

alleine nur – um ihn nicht zu

bestärken.

ER – kann nicht einmal lange sitzen (?),

die Zeilen werden karg –

die körperlichen Schmerzen, ach –

die sind viel zu arg!

Kein Arzt kann ihm erklären, what is

about him self, das einz'ge was die

wissen, ER steht bei elf Uhr elf.

Ist Narrentime?

ER kann's nicht müssen – und will

schon gar nicht, daß wer hilft, daß

and're mit ihm büßen!

Ich habe seit langem einen Traum ...Ich habe seit langem einen Traum.

ER will nur, daß sie glücklich

durch seiner Arbeit tun, doch sie –

kann nicht mehr glauben – sagt ihm, …